Ohne gesunde Erde, keine Nahrung
Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit im Gemeinschaftsgarten der Gemeinde Nkomonye
Der Gemeinschaftsgarten in Nkomonye steht aufgrund seines bergigen Geländes und seiner Anfälligkeit für Erosion vor erheblichen Herausforderungen. Das abschüssige Gelände in Kombination mit den seltenen, aber dann heftigen Niederschlägen, führt zu einem hohen Oberflächenabfluss, was wiederum Bodenerosion, Nährstoffverlust und eine unzureichende Bodenfeuchtigkeit zur Folge hat. Diese Faktoren beeinträchtigen die Ernteerträge erheblich, insbesondere bei Mais und Bohnen, die auf regenbewässerten Flächen angebaut werden. Gerade mal 8 Säcke Mais brachte die 2 Hektar grosse Anbaufläche letztes Jahr hervor. Diese fragilen Landwirtschaftsflächen erfordern eine verbesserte Bodenkonservierung, Wassermanagementpraktiken und nachhaltigere Anbaumethoden, um die Produktivität und Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Herausforderungen zu erhöhen.
Zu den wichtigsten Faktoren, die zu den schlechten Erträgen beitragen, gehören:
• Bodenerosion: Verlust von Mutterboden und Nährstoffen aufgrund hoher Niederschlagsintensität und Oberflächenabfluss.
• Geringe Bodenfeuchtigkeit: Das abschüssige Gelände führt zu einem schnelleren Oberflächenabfluss, wodurch die im Boden zurückgehaltene Feuchtigkeitsmenge begrenzt wird.
• Nährstoffmangel: Die Fruchtbarkeit des Bodens wird durch Erosion und unzureichende Düngung beeinträchtigt, obwohl jährlich 12 Säcke Dünger ausgebracht werden.
• Begrenzte Kenntnisse und Kapazitäten: Zwar profitieren die 32 ärmsten Familien von dem Gemeinschaftsgarten, doch besteht Bildungsbedarf in Bezug auf nachhaltige Anbaumethoden, Bodenbewirtschaftung und Erosionsschutz.
Der traditionelle Zweck des Gartens ist es, Lebensmittel für die lokalen National Care Points (NCP) anzubauen, aber aufgrund der oben genannten Gründe ist die Produktivität zurückgegangen. Intercedes Youth Empowerment (IYE), eine von Jugendlichen geführte, gemeindebasierte Organisation, möchte dies durch den Aufbau von Kapazitäten und die Anwendung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken ändern. Sie möchten beweisen, dass die Produktion ohne den Einsatz von Chemikalien gesteigert werden kann.
IYE hat die folgenden Projektziele definiert:
1. Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit durch den Einsatz von regenerativen Pflanzen und natürlichem Dünger.
2. Aufbau technischer Fähigkeiten und Kenntnisse von 20 Landwirten und lokalen Beratungsfachkräften (Landwirtschaftsministerium) in nachhaltiger Landwirtschaft mit Hilfe von Workshops und die Anwendung des Gelernten im Gemeinschaftsgarten.
3. Sensibilisierung und Schulung auf allen Ebenen zum Thema nachhaltige Landwirtschaft, damit das Projekt längerfristig unterstützt wird und die nachhaltigen Methoden auch auf individueller Ebene umgesetzt werden.
Ort
Region Shiselweni / Distrikt Methula / Gemeinde Nkomonye (Karte)
Begünstigte
Direkt Begünstigte:
Männer (Landwirte): 10
Frauen (Landwirtinnen): 10
Kinder unter 16 Jahren (bekommen Essen im NCP): 172
Projektkosten und Begleitung durch sahee
Das Projekt kostet ingesamt CHF 9’400.–. Es wird vollständig durch sahee finanziert.
Sahee steht in regelmäßigem Kontakt mit den Projektleitern, überwacht die Aktivitäten und besucht das Projekt einmal im Jahr vor Ort.
Zeitraum der Unterstützung
1. April 2025 bis 31. März 2026
Lokaler Partner
Intercedes Youth Empowerment
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